GSTNK – Deliverance

cover

Here we go again. Das letzte Review für ein Werk von GSTNK liegt schon einige Zeit zurück und da ich heute wenig Zeit habe, kommt mir „Deliverance„, das 2019er Demo des Hagener Duos, gerade recht. Geändert hat sich dabei wieder nicht viel, es sind immernoch Jay und Noose, die hier in weniger als 10 Minuten einfach etwas vor sich hinknüppeln.

Zugegeben, etwas überspitzt ist die Aussage schon, immerhin haben die Jungs doch einiges an Kleinigkeiten verbessert und ausgeschmückt. Das täuscht allerdings nicht über den Fakt hinweg, dass die beiden nach wie vor simpel gestrickten, punkigen Black Metal rausrotzen. Monotone Riffs wechseln hier und da mal leicht ihre Farbe, die Drums rumpeln träge, stur und monoton nach vorne und Jay röchelt, bellt und wimmert sich nen Ast ab, beim Versuch die vermutlich Wörter bildenden Geräusche aus dem Hals zu kriegen. Hier und da gehen die Drums mal etwas stürmischer zu Werke und pushen die Songs nach vorne, an anderen Stellen sägen die Gitarren etwas mehr als üblich oder liefern sowas ähnliches wie Melodien, im großen und ganzen bleibt man aber seinem rau produzierten, vor punkigem Pathos nur so siechendem und voll-aufs-Maul-Ästhetik treu ohne Sperenzchen oder hoch komplexe Segmente einzubauen. Dass dabei trotzdem sowas wie Abwechslung durch zu schimmern scheint, liegt vor allem daran, dass jeder Song so ein wenig in eine andere Richtung geht, etwas anders produziert wurde und damit halt marginal anders klingt. Hier und da lassen sich auch kleinere Querverweise zu Fäulnis finden, wenn man wirklich danach sucht. Irgendwas an den Vocals erinnert einen an das Geröchel vom „Cholerik„-Demo. Dazu gesellt sich eine gewisse Kühle der zweiten Welle an der sich auch ein Teil der Riffs orientiert und nach knapp 8 Minuten hat man sich zumindest mal kurz den Kopf freigeblasen und hat aber trotzdem ordentlich Spaß gehabt.

GSTNK zelebrieren auch auf ihrem dritten Demo „Deliverance“ einfache Riffs, punkige Attitüde und räudiges Image zu einem dreckigen, ranzigen und „Stumpf„en Geballer, das man sich über 8 Minuten hinweg durchaus mit Vergnügen geben kann, aber eigentlich schon wieder vergessen hat, wenn das Tape aufhört. Trotzdem, die Mucke ballert, macht Spaß und tut im Prinzip genau das, wofür sie gemacht wurde: schnell eine vorn Latz knallen und dann ist auch wieder gut. Kann man hören, muss man nicht, macht trotzdem Bock!

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