Agrace – Into Dust

Agrace Into Dust

Mit Agrace werde ich heute mal wieder meinem Bildungsauftrag gerecht, indem ich eine Band vorstelle, die bereits seit geraumer Zeit nichts mehr von sich hören lässt und davor bereits nie wirklich Aufmerksamkeit erhalten hatte. Die Band gründete sich 2010 in Tübingen und veröffentlichte 2014 eine EP namens „Into Dust„, die man sich kostenlos von der Homepage der Band ziehen konnte. Danach folgten ein paar Besetzungswechsel und seit 2018 ist herrscht Funkstille.

Zugegeben, wirklich innovativ ist die Musik, die das Quintett hier vorträgt nicht gerade, stattdessen fährt man im Fahrwasser modernen Death Metals mit, mal melodischer, mal etwas verspielter und fast minimal proggig, dann doch wieder klassisch nach vorne walzend. Dabei behält sich die Truppe aber vor, dem Gebräu songwriting-technisch doch das ein oder andere Schmankerl mit einzubauen und so die 6 Songs doch überraschend frisch zu halten. Die Melodien sind einfach, aber effektiv, die Riffs laden zum Abgehen ein und eine gewisse Eingängigkeit kann man den Songs auch nicht aberkennen. Dazu liefern die Jungs äußerst flüssige und gelungene Übergänge zwischen den verschiedenen Einflüssen und lassen sich hier und da auch mal zu einem verspielten Solo hinreißen, bevor man sich wieder auf seine Leichtigkeit besinnt. Dabei bilden die doch ziemlich aggressiven und tief-grummelnden Vocals doch einen gewissen Gegensatz zum fast schon leichtfüßigen Instrumentalpart, fügt sich aber dann doch ziemlich gut ein und lässt leichte Assoziationen zu Amon Amarth und Konsorten zu, die rein musikalisch nicht zu erkennen wären. So füllt die Truppe ihre EP mit knapp 24 Minuten ziemlich soliden Death Metal, der sich abwechslungsreich, filigran und durchdacht präsentiert, wenn auch echte Highlights ausbleiben.

Wer auf moderneren Death Metal steht, der kommt bei Agrace und ihrer bislang einzigen Veröffentlichung „Into Dust“ auf seine Kosten. Ausschweifende Melodieführungen, leichte Prog-Rock-Anwandlungen und solides Geriffe, gepaart mit grimmigem Gegrowle bieten einem ein Potpourri an allem was man so kennt und serviert es in stimmigen Portionen. Kein absolutes Highlight, aber doch empfehlenswert.

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