Bodybag – Curriculum Mortae

bodybag - curriculum mortae

Heute dreht sich mal wieder alles um eine lokale Band, die Jahre lang unter dem Radar flog, bevor sie sich nach 11 Jahren anno 2014 auflöste. Die Rede ist von den Gießenern Bodybag, die während ihrer aktiven Karriere immerhin zwei Demos und zwei Alben veröffentlichen konnten. Dabei spielt die Band einen ziemlich interessanten Mix zwischen klassischem Death Metal und moderneren Spielarten, weswegen ich mir einen Blick in ihr Debütalbum nicht verkneifen kann. Ebenjenes erschien 2008 unter dem Namen „Curriculum Mortae“ und liefert 10 Songs voller Power.

So wirklich in eine Schublade stecken lassen will sich die Band nicht und doch kann man sie wohl am ehesten als Death Metal-Band beschreiben. Die Riffs sind schwer und aggressiv, schwanken dabei zwischen Melodic Death Metal, normalem Death Metal und einem ziemlich deutlichen Metalcore-Einfluss. Dabei wird sich natürlich bei den bekannten Bands dieser Sparten bedient, was dem Hörvergnügen allerdings wenig Abbruch gibt. Die Hooks sitzen, das Songwriting ist mehr als solide und auch die Produktion ist top notch. Dazu liefert die Band erstaunlich viel Abwechslung, so entpuppt sich „Panopticon“ als thrashige Heavy Metal-Granate mit Melo Death-Vibe während sich „Hyperbolic Speed“ mehr in die solide Groove Metal-Ecke drängt. Dabei hält die Band immer eine schöne Balance zwischen Aggression/Raserei und Melodik, was die Songs interessant hält und für Facetten sorgt. Auch mit einigen Gitarrensoli wird man beglückt bevor das Geknüppel wieder weitergeht. In den schnelleren Parts fesselt dann auch gerne mal der Drummer mit seinem fast schon punkig anmutenden Geballer während die Riffs von einem Höhepunkt zum nächsten jagen und sich Sänger Thorn seine Stimmbänder auf verschiedenste Arten strapaziert und mal tiefe Growls, mal bissige Shouts, mal sowas wie Klargesang vom Stapel lässt. Zugegeben, der Stil der Band ist nicht unbedingt unter meinen Favoriten, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Hessen spielerisch auch mich mitnicken und abgehen zu lassen. Bei 10 Songs in 30 Minuten muss man sich auch etwas ranhalten, da ist nicht viel Zeit für Schabernack und langweilige Parts.

Wem moderner Death Metal und Metalcore zusagt, aber trotzdem nicht auf seine tägliche Dosis Metalriffs verzichten will, der bekommt bei Bodybag und ihrem Debüt „Curriculum Mortae“ eine schöne Mischung geliefert, die zwar nicht zu den eigenständigsten Veröffentlichungen des Jahres zählt, aber durch seine Ideen und Energie trotzdem ordentlich Spaß macht. Kann man durchaus mal reinhören!

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