A Million Dead Birds Laughing – To the Ether

A million dead birds laughing - to the ether

Mit A Million Dead Birds Laughing widmen wir uns heute mal wieder der Sparte Bands mit absurden Bandnamen. Seit 2008 existiert dieses australische Projekt und hat in diesen gut 13 Jahren einige Besetzungswechsel durchgemacht und vier Alben, eine EP und eine Split veröffentlicht. Das aktuellste und meiner bescheidenen Meinung nach bisher beste Album der Truppe erschien 2019 unter dem Namen „To the Ether„, welches wir heute mal etwas genauer beleuchten.

AMDBL sind seit jeher dafür bekannt komplizierten Technical Death Metal mit Grindcore zu mischen. Da stellt „To the Ether“ keine Ausnahme dar, erweitert diesen Grundsound aber auch großartige Weise durch eine dichte, düstere Atmosphäre. Dementsprechend trifft hier pures Chaos und Wahnsinn auf irgendwie noch nachvollziehbare Strukturen und eine verstörende, düster-okkulte Atmosphäre irgendwo zwischen Epik und Ritual. Rasante, sich fast sekündlich ändernde Riffs treffen auf kraftvolles, stur nach vorne ballerndes Drumming und kraftvolles Gebelle, nur um im nächsten Moment einem sanften Ambient-Teppich Platz zu schaffen, der sich hier und da sogar fast eine ganze Minute behaupten kann, bevor das Chaos wieder über ihn hereinbricht. Dazu schleicht sich mit „Dim“ und anderen noch einige komplett in Ambient gehaltene Stücke ihren Weg aufs Album. Doch auch die harschen, wilden Parts können für Ambiente sorgen, so liefern immer wieder sphärische Keyboards im Hintergrund etwas Struktur und Wärme, die dann auch gerne mal von tiefen oder chorischen Klargesängen begleitet werden. Ein wenig erinnert das an Behemoth auf Speed und Crack. Dadurch erschafft die Scheibe ein komplett neues und frisches Klangbild, das mir so auch noch nicht untergekommen ist. Der pure Wahnsinn und das Chaos des Grindcore mischt sich mit sperrigen Tech Death-Aufbauten und bietet trotzdem noch genug Raum um Ambient und Atmosphäre zur vollen Entfaltung zu bringen. Damit füllen die Australier das Album mit 45  Minuten voller Abwechslung und einer im großen und ganzen doch recht stimmigen Mischung aus harsch und sanft um eine ziemlich ausladende Atmosphäre aufzubauen.

To the Ether“ ist kein gewöhnliches Grindcore oder Tech Death-Album, dafür hat die Scheibe zu viel Tiefgang, zu viel Ambiente und zu viele sehr ruhige Passagen. Das scheint der Band allerdings egal gewesen zu sein, und so haben A Million Dead Birds Laughing ein absolut einzigartiges Machwerk kreiert. „Hersun“ zeigt beispielsweise mit am eindrucksvollsten wie großartig diese Mischung ausfallen kann, klingt er doch zunächst mehr nach Midnight Odyssey bevor der Sturm losbricht.

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