Atka – Six Pieces of Atka

atka - six pieces of

Heut mal wieder was kurzes, knackiges. Mit knapp 7 Minuten Grindcore verteilt auf 6 unbetitelte Songs fällt das erste Machwerk der Giessener Band Atka, von der Band schlicht „Six Pieces of Atka“ betitelt, genau in diese Kategorie. Die 2005 gegründete Band hat in der Zwischenzeit noch zwei Splits veröffentlicht, bevor es ruhig um die Truppe wurde. Nach 8 Jahren kam dann aber 2018 endlich Debütalbum zu Stande, das allerdings ohne Namen auskommen muss.

Den Einstieg macht eine ekstatische Spoken Word-Einleitung, die fließen in die erste Grind-Granate übergeht. Damit füllen sie dann auch die restlichen 6 1/2 Minuten der CD und halten weder mit Geschwindigkeit noch Aggression hinterm Berg. Stattdessen gibt es volles Rohr aufs Maul. Chaotisches Geballer trifft auf technisch anspruchsvolles Geschrammel und etliche kleine Nuancen, die die Scheibe noch unübersichtlicher und Sperriger machen, aber auch für coole Aha-Momente sorgen, beispielsweise durch die rockigere/lockerere Herangehensweise an den finalen Track. Ansonsten finden sich aber auch Thrash und Death Metal sowie Metalcore-Einflüsse, die es irgendwie schaffen aus dem wirren Haufen an Geknüppel heraus zu stechen. Das Songwriting ist wie erwähnt chaotisch und vollgestopft bis oben hin, schafft es aber gleichzeitig beides als positive Eigenschaften zu verkaufen, denn jedes der zwei Millionen Riffs macht Laune und ist interessant, die Jungs haben ihre Instrumente drauf und auch das aggressive Shouten und Growlen von Sänger Nanuk lässt sowohl purer Raserei als auch Können durchschimmern. So verbindet sich alles schnell zu einem rabiaten aber intensiven Kurztrip in den Wahnsinn.

Grindcore-Fans werden sich hier unter umständen neu verlieben, denn trotz aller Kürze bietet „Six Pieces of Atka“ eine Fülle an Ideen und Einflüssen, die sich fast mit chirurgischer Präzision zu einem chaotischen, wilden Ganzen zusammenfügen. Auf Dauer wirds zwar etwas anstrengend, aber bis dahin wird man hier voll bedient. Selbst für mich, der mit Grind abseits von JaKa nix anfangen, war das hier fast so etwas wie eine Offenbarung. Geiles Ding!

Links:

Bandcamp    Metal-Archives

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