A Million Dead Birds Laughing – Force Fed Enlightenment

A million dead birds laughing - force fed

Nachdem ich mich letztens erst mit dem aktuelle Album der australischen Tech-Grinder von A Million Dead Birds Laughing beschäftigt habe, wirds jetzt Zeit mal zurück zu schauen und sich um das 2011 erschienene Debüt des Quartetts aus Melbourne zu kümmern. Seit damals sind mittlerweile noch 3 weitere Alben, eine EP und eine Split erschienen, auf welchen sich die Band weiterentwickelt und ihren Sound verfeinert hat, doch zeigt bereits „Force Fed Enlightenment“ was für eine Power und Können in den Herren schlummert.

Trotz seiner immerhin 13 Songs ist das Album dabei mit unter 25 Minuten ein doch eher kurzes Vergnügen, wobei das gleichzeitig auch ein Stück weit die Schmerzgrenze ist, was meine Toleranz für technisch anspruchsvollen Grindcore und Tech Death anbelangt, sofern durchgängig geballert wird und nicht immer mal etwas Auflockerung dabei ist. Im Falle dieses Albums gehts durchweg zur Sache, hier und da mal etwas langsamer und schwerer, meist aber voll auf die Fresse. Ständig ändern sich dabei die Riffs, wobei die Strukturen sich im Verlauf der Songs immer weiter verknoten und verkomplizieren, man fast den Überblick verliert und von der Wucht des Gefrickels überrollt wird. Aber AMDBL wären nicht AMDBL, wenn sie die Songs nicht trotzdem recht geradlinig halten würden, wodurch sie trotz ständiger Eskalation und Saitenverknotung tatsächlich recht entspannt hörbar sind und sogar den ein oder anderen eingängigeren Part durchschimmern lassen, bevor das Chaos wieder los bricht. Meist halten sich dabei die Death Metal-Einflüsse im Vordergrund während sich das grindende Chaos eher im Hintergrund hält und nur gelegentlich mal überhand nimmt. Dementsprechend liegt auch der Fokus etwas anders als bei Vollblut-Grindcore-Truppen. Man hat hier einfach noch den Anspruch geile Death Metal-Riffs zu schreiben und die in extrem sperrige, kurze, aber trotzdem auf den Punkt gebrachte Songs zu packen. Hier und da werden dann noch kleinere jazzig anmutende Segmente eingestreut. Gesanglich bewegt man sich dann auch irgendwo zwischen manischem Geschrei, kraftvollem Gegrowle und geräuspertem Bariton, je nachdem wie bekloppt die Musik grad abgeht.

Freunde von technisch anspruchsvoller Musik dürften hier sehr glücklich mit werden, aber auch Otto-Normal-Musikhörer wird hier erstaunlich schnell war mit. A Million Dead Birds Laughing zeigen bereits auf ihrem Debüt ziemlich eindrucksvoll wie gut man ordentliches Songwriting mit chaotischen Strukturen und Grind in Einklang bringen kann, ohne den Großteil der Hörerschaft auf der Strecke zu lassen. Da kann man tatsächlich jedem mal empfehlen bei „Force Fed Enlightenment“ mal ein Ohr zu riskieren.

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