Funebria – Death of the Last Sun

316-1

Nach Kolumbien hat es uns auf dieser Seite nun schon länger nicht hin verschlagen, wird also Zeit, dass wir das nachholen. Passen dazu haben Funebria Anfang des Jahres ihr neues und bislang drittes Album veröffentlicht. 2004 in Venezuela gegründet hat sich das Lineup der Band etliche Male verändert, so dass von der Originalbesetzung schon länger keiner mehr dabei ist. Die aktuelle Besetzung existiert seit 2018 und lieferte mit „Death of the Last Sun“ jetzt ihr Stelldichein ab, auf dem die Herren gleich ordentlich überzeugen können.

Ein kurzes Ambient-Intro leitet ein ins Vergnügen. Danach rumpeln sich die Jungs durch ihre Interpretation von Black/Death Metal. Schwere Dampfwalzenriffs treffen auf klirrende Gitarrensegmente, das Schlagzeug böllert sich von einem Höhepunkt zum nächsten und gesanglich wird auch eher grob gehackt. Das ganze geht dabei in eine old schoolige Richtung, mit deutlichen Querverweisen in die frühen 90er, dazu ein dreckiger, unsauberer Sound und fertig ist das räudige Gesamtpaket. Trotzdem ist die Produktion nicht schlecht, sondern verleiht der Musik einen kernigeren, erdigeren und finstereren Unterton, den die Jungs aus Bogota mit ihrem Songwriting noch verstärken. Die Gitarren schaffen es spielerisch eine bedrohliche und schwarze Atmosphäre herauf zu beschwören und auch das tiefe Growlen und bissige Keifen fügt sich nahtlos in den Charakter der Songs ein. Das behält die Band auch konsequent bei, wirklich Ausreißer aus dem Grundsound gibt es keine, stattdessen werden die Songs durch wechselnde Dominanz von Black und Death Metal-Anteilen, sowie geile Riffs, immer mal wieder eine groovige oder melodischer Note oder kleinere Tempowechsel frisch gehalten. Bei einer halben Stunde Spielzeit findet sich so doch immer wieder was, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht, beispielsweise den chaotisch-dissonanten Einschübe in „Dawn of Black Inericon„. Natürlich erfindet man hier das Rad nicht neu, sondern bleibt dem eher klassischen, direkten Weg treu ohne Abstriche in Sachen Qualität machen zu müssen.

Fans von Old School Death und Black Metal werden mit der neuen Scheibe von Funebria sicher glücklich werden, immerhin bietet „Death of the Last Sun“ geile Riffs, pikantes Songwriting und eine ranzig-finstere Atmosphäre. Die Scheibe bleibt von Anfang bis Ende spannend und das ohne große Schnörkel oder Experimente. Einfach solider Black/Death der direkteren Machart.

Links:

Bandcamp    Facebook    Metal-Archives    ReverbNation    SoundCloud    YouTube

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s