Heidenlärm – Blut’ge Erde

Heidenlärm - Blutge Erde

Heute dürfen sich die Freunde von ruppigerem Pagan Metal freuen, denn extra für euch habe ich das einzige Demo von Heidenlärm ausgegraben. Wirklich lange aktiv scheint die Truppe, die 2001 von Leuten aus Mainz und Wiesbaden gegründet wurde, nicht gewesen zu sein. Für ein Demo hats im Frühjahr 2002 trotzdem gereicht zu haben und so erschien „Blut’ge Erde“ in Eigenproduktion auf CD-R.

Sechs Songs findet der geneigte Hörer auf dem Silberling, der damit immerhin 26 Minuten füllt. Die Qualität der Songs geht dabei selten über klassische Black Metal-Demo-Qualität hinaus, sowohl was die rohe Produktion als auch musikalisches Können der Musiker anbelangt. Trotzdem schaffen es die Jungs, dass ihr Gerumpel mir Spaß macht. Es klingt auch gar nicht so viel anders als die ersten Demos von Bands wie XIV Dark Centuries. Ruppiger Black Metal trifft hier auf recht simple pagane Melodieführungen und einen bisweilen nervigen Drum Computer. Immer wieder werden Riffs über gefühlt Minuten gehalten bevor sich mal wieder ein Wechsel einstellt, gleichzeitig schaffen es die simplen Pagan-Melodien doch einen gewissen Charme zu versprühen und der ruppige Black Metal mit seinem Sägen und Knistern trägt erstaunlich viel zum Hörvergnügen bei und bringt ein gutes Stück mehr Aggression ins Spiel. Beim Klargesang besteht allerdings noch einiges an Nachholbedarf und auch das Growling ist oft schiefer als vermutlich gewollt, im Großen und Ganzen aber doch recht passend zum Gesamtbild. Auch lassen es sich die Recken nicht nehmen im Song „Heidenlärm“ ein wenig weiblichen Gesang mit einzustreuen. Um den Rumpel-Reigen noch etwas von den Szene-Kollegen abzusetzen werden immer mal wieder kurze Speed Metal-Riffs eingestreut, im großen und ganzen bleibt die Band allerdings tief im klassischen Pagan Black Metal verwurzelt und probiert sich hauptsächlich daran aus.

Zugegeben, Heidenlärm ist vermutlich mehr ein Herzensding meinerseits als ein Demo, das man reinen Gewissens empfehlen kann. Dafür ist das Songwriting zu einfach, die musikalischen Fähigkeiten der Jungs nicht ausgereift genug und der Sound auch eher mäßig. Trotzdem hat „Blut’ge Erde“ so seinen Charme, der mich immer mal wieder dazu bringt, das Demo aufzulegen.

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