Miseo – Initium et finis

Miseo Initium et finis

Miseo sind zurück! Das Todesschwadron aus Marburg hat sich vier Jahre nach der ursprünglichen Auflösung wieder zusammen gerafft. Während ich die erste EP und das Debüt-Album damals nur kaufte um eine Ausrede für das Tragen ihres großartigen „I Hate Humans„-Shirts zu haben, so konnte mich die Comeback-EP „Initium et finis“ deutlich schneller und besser abholen.

Dabei haben die Herren an ihrem Sound gar nicht mal so viel geändert. Nach wie vor böllert einem klassischer Old School Death Metal um die Lauscher. Der Sound ist druckvoll, die Produktion ausgewogen, wie sich das eben gehört. Die Musik geht passenderweise eher im Midtempo, aber dafür sehr bestimmt nach vorne, und liefert ordentlich stampfenden, groovenden Death Metal ohne Schnökel ab. Die Drums ballern voll nach vorne während sich die Riffs sägend in stumpfen Riffs verbeißen, die im Hintergrund immer mal wieder kurz einen Hauch filigraner werden. So richtig viel Abwechslung schleicht sich da nicht ein, oft werden kurze Riffs über längere Zeit gehalten und wiederholt bevor wieder ein Wechsel ins Haus steht. Dafür zeigen sich die Wechsel überraschend vielschichtig, hier wirds mal kurz etwas melodisch, dann geht mal fast in eine okkulte Richtung und hier und da wird mal kurz innegehalten bevor wieder drauf los gedrescht wird. Trotzdem wirkt alles runder, ausgereifter und geiler als die Songs an die ich mich noch erinnere, wobei sich Geschmack ja auch verändern kann. Auch der Gesang wirkt irgendwie druckvoller und direkter, das garstige Geröchel und Gebelle kommt sogar richtig dämonisch rüber und bringt eine ordentliche Portion Hardcore-Hass mit. Die Mehrstimmigkeit hier und da verstärkt den Eindruck noch zusätzlich.

Miseo liefern auf ihrer Comeback-EP ordentlichen, direkten Old School Death Metal in druckvollem Gewand ab, der mich gut abholt. „Initium et finis“ schafft den Spagat zwischen stumpf und interessant, streut immer wieder coole Aha-Momente ein und liefert mit tightem Songwriting dreckige, schwere Hassbatzen ab. Gerade das fast schon angeschwärzt wirkende „An Average Man“ sticht dann nochmal ein klein wenig hervor. Schönes Ding!

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