A Million Dead Birds Laughing – Bloom

A million dead birds laughing - bloom

A Million Dead Birds Laughing, Klappe, die Vierte. Nachdem wir mit den anderen Alben der Australischen Tech Deathgrind-Truppe schon durch sind, schadet es vermutlich nicht, wenn wir uns auch noch dem etwas umstritteneren Album „Bloom“ widmen. Umstritten ist es in erster Linie, weil es den Pfad seiner beiden Vorgänger ein gutes Stück verlässt und durch eher unerwartete Töne ergänzt.

Natürlich steht im Zentrum der Scheibe nach wie vor komplexer, vielschichtiger Technical Death Metal und chaotischer Grindcore, doch treten die beiden Haupteinflüsse hier ein wenig in den Hintergrund. Stattdessen übernimmt über weite Teile ein warmer und sanfter Prog Rock/Metal-Mix die Oberhand, der in sich geht und eine Seite der Band zeigt, die so noch nicht derart prominent zum Tragen kam. Der Wahnsinn präsentiert sich der Ruhe hier auf Augenhöhe, schnelle Riffs, chaotische Salven prasseln auf einen ein und im nächsten Moment kommt ein kurzes Akustikgitarren-Interlude oder sphärisches Dahinwandern daher. Dazu zeigt sich auch die härtere Gangart abwechslungsreicher und bindet die punkigen Ursprünge des Grinds stärker mit in den Wahnsinn ein. Das ganze Album zeigt sich nochmal ein gutes Stück experimenteller und scheuklappenloser als die anderen Scheiben der Band. Nur gesanglich gibt es weniger Abwechslung, bleibt man hier doch dem Zusammenspiel von harschen Growls und giftigem Gekeife treu, dass sich ständig abwechselt. Bleibt als letztes nur noch zu bemängeln, dass mich das Songwriting der Scheibe nicht so ganz abgeholt hat. Klar sollte man chaotische Strukturen und wilde Tempowechsel von der Band mittlerweile gewohnt sein, aber auf „Bloom“ scheinen sich die Jungs besondere Mühe gegeben zu haben, dass man gar nicht mehr mitkommt. 36 Minuten hageln alle möglichen Dinge auf einen ein.

Trotz allem ist auch „Bloom“ ein zutiefst faszinierendes Album voller Tiefgang und überraschend vielen emotionaleren Momenten inmitten des tosenden Sturms aus Tech Death und Grindcore. Nicht ganz so stark wie die anderen drei Alben der Australier, zeigt Bloom aber nochmal schön eine etwas andere Seite der Band und zeigt, dass die Herren durchaus auch ruhigere Töne beherrschen. A Million Dead Birds Laughing überraschen demnach, überzeugen aber auch weiterhin. Schönes, wenn auch etwas zu chaotisches Ding.

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