XCIII – Void

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Kommen wir mal wieder zurück zu einem Projekt, das schon etliche Male Thema bei mir war, nicht zuletzt aufgrund des sehr sympathischen Musikers, der dahinter steckt. Doch auch die Musik des französischen Projekts XCIII hat es mir angetan, weswegen ich der ursprünglich mal Progressive Metal-spielenden Band aufmerksam folge. Jetzt hat der Gute wieder zugeschlagen und veröffentlicht Anfang 2022 sein neustes Album „Void„, in das ich vorab reinhören durfte.

Ein weiteres Mal holt mich die Musik von Mastermind Guillaume schon bei den ersten Noten ab. Natürlich setzt sich der gute auch diesmal wieder mitten zwischen die Stühle verschiedener Genres, lädt mit etlichen Gastmusikern zum Tanz und schafft es dabei auch noch Komplexität poppigem Songwriting zu kombinieren. Musikalisch lässt sich das ganze wohl irgendwo zwischen atmosphärischem Rock, düsterem Indie Pop und avant-gardistischen Elektro-Einflüssen verorten, die sich wie aus einem Guss zusammenfügen und zu einem sehr fesselnden, atmosphärisch ziemlich dichten Gesamtwerk verschmelzen. Immer wieder bricht man aus Genregrenzen aus, lässt Pianos oder Violinen Akzente setzen und bringt in der Hälfte der Songs auch noch eine weibliche Gaststimme mit ein. Zudem legt jeder Song seinen ganz eigenen Fokus auf andere Nuancen, manche zieht es mehr in die Indie Pop-Richtung, andere werden deutlich rockiger und wieder andere fahren zwischenzeitlich eine minimalistische Elektro-Schiene. Im Herzen liegt das Hauptaugenmerk allerdings durchgängig auf einer dichten Atmosphäre und Emotionalität und eher ruhigem Tempo. 42 Minuten wird man hier gnadenlos vor die Lautsprecher gefesselt, gebannt nach jedes Detail lauschend.

Ich glaube, ich lehne mich Ende Dezember nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich ankündige, dass „Void“ von XCIII definitiv in meine Top 3 des Jahres gehören. Das Projekt geht seinen Weg unbeirrt weiter, verfeinert zum einen seinen Sound und erweitert ihn im selben Atemzug um dutzende kleine und große Nuancen, so dass man zwar grob einschätzen kann, in welche Richtung es diesmal gehen wird, aber doch immer wieder aufs neue überrascht wird. Poppig und facettenreich, dabei tiefgründig und experimentell, das ist es was mich an der Band fasziniert. Großartiges Album!

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