Archemoron – Flagellum I

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Ins neue Jahr starten wir dieses Mal mit was neuem aus Griechenland. Die Herren von Archemoron haben nämlich ein neues Album am Start. Ursprünglich Ende der 90er Jahre als Thrash/Heavy Metal-Band gegründet, ist die Band seit ihrer Umbenennung 2008 in deutlich härteren Gefilden unterwegs. Seitdem sind vier Alben entstanden, das Aktuellste ist noch nicht mal ein Jahr alt und auf den Titel „Flagellum I“ hörend. Wird Zeit, dass wir da mal reinhören, oder?

Musikalischer Stillstand scheint der Band ein Fremdwort zu sein, wie man gleich zu Beginn schon feststellen kann. Vom ursprünglichen Heavy/Thrash ist schon lange nichts mehr zu hören, doch auch der stumpfe Black/Death aus den Anfangstagen unter neuem Namen ist verschwunden. Stattdessen bekommt man hier sehr melodischen, durchdachten und facettenreichen Black Metal auf die Lauscher, der sich nicht zu schade ist auch mal etwas in Richtung Progressivität oder Schwermut zu schielen. Dabei bewegt sich die Band überwiegend im gemäßigteren Tempo und lässt auch viel Raum für atmosphärische Aufbauten, Interludes und ruhige Momente. Dazu gesellen sich Riffs die zwischen melodischen Riffwelten, ein wenig hypnotischer Monotonie und progressiv-anspruchsvollen Wechseln schwanken und es schaffen auch das Drumming mit sich zu ziehen. Dabei vermeiden es die Jungs trotzdem gekonnt zu verfrickelt zu werden, sondern besinnen sich darauf finsteren und grimmigen Black Metal zu spielen, der zwar seinen lockeren Momente hat, aber doch auch ordentlich zuschlagen kann. Immer mal wieder schleichen sich sogar Blast Beats ein um nochmal mehr Feuer nach vorne zu geben. Die Stärke des Albums liegt aber deutlich in den melodischeren und ruhigeren Parts, da hier sowohl atmosphärisch deutlich filigraner gearbeitet wird, aber auch weil das spielerische Können der Jungs hier nochmal besonders hervor sticht. Immer wieder gibts neue Details zu bestaunen, in „Thronos“ wirds im Mittelteil bisweilen sogar fast schon mittelöstlich-folklorisch, das später in eine fast schon dreckig-doomige Epik an den Tag legt. Damit steht der Song repräsentativ für alles, was dieses Album aus und gut macht.

Wenn ihr mal wieder Bock auf Black Metal der etwas anderen Art habt, dann gönnt euch doch mal Archemorons „Flagellum I„, da seid ihr auf jeden Fall bestens mit versorgt. Erinnert in Teilen ein wenig an Sekhmet und ihr „Words of the Master (Proverbs of Hell)„, liegt aber nur an kleinen Einschüben von cleanem Gegröle.

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