Abschwörung – Manifeste des Zorns

Abschwoerung comp

Nach dem ganzen Black Metal die letzten Wochen wirds wohl mal wieder Zeit für ein wenig Death Metal-Geholze. Glücklicherweise haben Abschwörung aus NRW was „neues“ am Start. Seit 2019 knüppelt sich das Duo bestehend aus zwei Abythic-Mitgliedern durch die Prärie und haben in der Zeit ein Demo und zwei Splits veröffentlicht. Mit „Manifeste des Zorns“ erschien jetzt im Dezember eine Compilation auf welchem man besagtes Demo, den Songs von den Splits und noch ein paar Tracks von einem (soweit ich weiß) unveröffentlichten Demo. Sollte also alles beinhalten, was die Band an Songs in petto hat.

Manifeste des Zorns“ beinhaltet also 12 Songs, die allesamt in dieselbe Kerbe schlagen. Irgendwie angeschwärzt, ziemlich ranzig und versifft und fast schon sludgig wummert einem der Death Metal der Jungs um die Ohren. Die perfekte Kombi also um seine Texte über Hass, Höllenqualen, Folter und Misanthropie unters Volk zu bringen. M.D.B. schreit dabei seinen Hass in einer Art und Weise heraus, die einen öfters mal an seinem Geisteszustand zweifeln lässt, so ranzig, röchelnd und teilweise verzweifelt bellt er einem die Worte entgegen. Hier und da wirkt es sogar, als würde er das sogar noch steigern wollen, merkt aber schnell, dass das in einer Demontage seiner Stimmbänder enden würde. Musikalisch gehen die Herren auch nicht gerade zimperlicher zur Sache. Die Basis des Bandsounds stellt dabei klassischer Old School Death Metal dar, der mit einigen Black Metal- und Sludge-Einflüssen in einen schwarzen, versifften Schwall Hass verwandelt wird aus dem sich hier und da mal kurze Lead-Riffs erheben, sich aber der Übermacht des Unheils nicht lange widersetzen können. Stattdessen bleibt man den Großteil der Scheibe in seinen Gefilden aus schwerem, wummernden Death Metal und fühlt sich da hörbar wohl….wenn man das so nennen kann.

Abschwörung liefern damit mit dieser Compilation nicht nur einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen, sondern auch gleich noch die finstersten 30 Minuten Death Metal, die ich seit langem gehört habe. Alles an der Scheibe ist darauf aus, das düsterste, grimmigste und verdorbenste Stück Todesstahl zu werden, dass man sich vorstellen kann. „Manifeste des Zorns“ liefert wahrlich den Soundtrack zum menschlichen Untergang.

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