Akhenaten – The Emerald Tablets of Thoth

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Akhenaten dürften dem ein oder anderen hier sicher ein Begriff sein. Vor allem bei Metalheads mit ausgeprägtem Interesse an der mesopotamischen und ägyptischen Geschichte dürfte die Band in den 10 Jahren ihres Bestehens auf den Radar gerutscht sein und sich da nach Nile und Melechesh als drittstärkste Kraft festgesetzt haben. Über die Jahre haben sich die Interessen der Band dabei deutlich erweitert und so gibt es mittlerweile auch Songs die Themen der Maya-Mythologie oder ähnliches behandeln. Besonders eindrucksvoll zeigt das das US-Amerikanische Bruder-Duo auf ihrem neuen Album „The Emerald Tablets of Thoth„.

Nach kurzem mystisch-orientalischem Intro steigt „Neferkapta’s Tomb“ gleich voll ein und lässt den Hörer teilhaben an seiner mystischen, beklemmenden und majestätischen Aura, die die Songs umgibt und durchdringt. Von hier an ist man fest im Griff des Pharaonenfluchs und lässt den kraftvollen Mix aus ägyptischer und mesopotamischer Folklore, druckvollem Death Metal und düsterem Black Metal sein Werk vollrichten. Die Drums treiben die Songs erbarmungslos nach vorne und lassen zwischen brachialem, erbarmungslosem Stampfen und schnellen Blastsalven wenig Raum um sich auszuruhen. Dazu machen die Gitarren einem auch ordentlich Feuer, teils dich mächtige Groove-Parts, mal durch düsteres Black Metal-Riffing oder energetischem Death Metal. Immer wieder wird das ganze dann komplexer, baut sich auf zu schnellerem Gefrickel oder lässt Raum für kleine Solis. In Kombination mit den omnipräsenten Folk-Elementen und Keyboards wirkt das bisweilen fast schon überladen, kriegt allerdings immer grade so noch die Kurve bevor man geistig aussteigt. Viel Zeit um über das Gehört nachzudenken bleibt einem da nur in den instrumentalen Songs, die ruhiger zu Werke gehen und vor allem darauf bedacht sind die Atmosphäre zu intensivieren. Der Rest ist bis zum Bersten gefüllt mit Ideen und dem Wechselspiel aus Mystik und Aggression, dass es eine wahre Freude ist sich in den epischen Melodien und der magischen Aura zu verlieren.

Akhenaten liefern auch auf ihrem neuen Album „The Emerald Tablets of Thoth“ fast eine Stunde voller Faszination ab. Man wird von der Aura des Albums vollständig vereinnahmt und verliert sich schnell in einer längst vergessen Welt, längst erloschener Zivilisationen und längst vergessenen Göttern wieder. Das Album ist eine absolut fesselnde Reise zu den Anfängen menschlicher Zivilisation und ein absolutes Manifest von Black Metal, Death Metal und orientalischer Folklore. Absolutes Highlight!

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