Ornamentos del Miedo – Este no es tu hogar

cover

Heute wirds wieder sehr langsam, doch diesmal kommt der Funeral Doom aus Spanien. Das Solo-Projekt Ornamentos del Miedo schleppt sich dort bereits seit 2017 von Album zu Album und konnte bisher zwei von ihnen sowie eine EP veröffentlichen. Zweites Album und die EP erschienen beide letztes Jahr, doch wir widmen uns zunächst dem Debüt von 2019, das auf den Titel „Este no es tu hogar“ (zu deutsch: „das ist nicht dein Zuhause“) hört.

Etwas mehr als eine Stunde füllt die Band mit ihren ersten sechs Songs, von denen alle an der 10-Minuten-Marke kratzen oder darüber hinaus reichen. Nicht untypisch für Funeral Doom Metal, vor allem, wenn man wie Ornamentos del Miedo seinen Hauptfokus auf die Atmosphäre legt. Ambient spielt hierbei eine zentrale Rolle und bildet häufig das Grundgerüst auf dem die Musik der Band und nimmt auch im Mix eine sehr dominierende Roll ein. Aber auch die metallische Seite der Scheibe fußt auf flächenfüllendem Sound. Träges Drumming schiebt die Songs langsam nach vorne während die Riffs in langsamen, lang nachhallenden Noten aufgehen, dessen Melodiebögen sich stark an die Ambient-Parts anschmiegen, während etwas weiter hinten eine zweite Spur ein paar regere Riffs einstreuen, die sich aber auch recht simpel und monoton gestalten. Bei diesem durchaus interessanten Zusammenspiel kommen einem hier und da Assoziationen zu Bands wie Midnight Odyssey auf, nur eben im Doom statt im Black Metal-Kontext. Gerade gesanglich klingt das schon recht ähnlich, wenn man sich Angels verhalltes Geröchel genauer anhört, das irgendwo mit dem Hintergrund zu verschmelzen droht. So baut sich Stück für Stück eine sehr fesselnde, traurige und melancholische Stimmung auf, die sich schön durch das Album hinweg zieht ohne zu erdrückend und erschlagend zu werden.

Ornamentos del Miedo kreierte mit seinem Debütalbum „Este no es tu hagar“ ein packendes und sehr atmosphärisches Funeral Doom-Album, das trotzdem eine gewisse Leichtigkeit mitschwingen lässt. Immer wieder setzen sich melodische Riffbögen ab, die etwas Action liefern während der Rest mit den Ambient-Klängen zu einer Wand aus Melancholie verschmilzt. Richtig schönes Teil!

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