Screams of Suicide – Screams of Suicide

cover

Screams of Suicide sind eine dieser Bands, über die es sehr wenig Informationen gibt. Man weiß lediglich, dass das Projekt aus Mitgliedern der Bands Waldseel, Moorgeist und Chutriel besteht. Logischerweise handelt es sich dann um eine Black Metal-Band, so auch hier. Nachdem die Herren wohl einige Jahre an ihren ersten Songs gearbeitet haben, erschien letztes Jahr ein selbstbetiteltes Debütalbum, welches wir uns heute zu Gemüte führen.

Thematisch ist hier der Name Programm, denn die Band zelebriert auf ihrem Debüt tatsächlich depressiv geprägten Black Metal der monotonen Schule. Dabei rangiert die Band irgendwo zwischen klassischem DSBM-Georgel der tristen Schule und flächendeckendem Atmospheric Black Metal. Trübselige Leadgitarren treffen auf voluminöses Gesäge, stures und simples Drumming sowie massiv verhalltes Gekeife. Damit kreiert die Truppe eine von völliger Hoffnungslosigkeit geprägte Stimmung, die sich so durch das komplette Album zieht und den Hörer in einen Abgrund zu stürzen versucht. Immer wieder wird das Ganze aufgelockert durch kurze, abrupte Energieschübe, die zu Blastbeats und schnelleren Riffs führt, bevor sich wieder Lethargie breit macht. Durch den ranzigen, dreckigen Sound und die verhallten Vocals wirkt die Scheibe zudem als wäre sie in längst vergessenen Katakomben irgendeiner Geisterstadt aufgenommen worden, was dem ganzen nochmal etwas mehr Atmosphäre verleiht, während die Gitarrenfraktion immer wieder klingt, als hätte sie den letzten Rest Lebenswillen verloren und zupfe als letztes Aufbäumen völlig lethargisch an den Saiten. Das Album legt sich wie ein schwerer Teppich aufs Gemüt und zieht einen Minute um Minute weiter in den Abgrund der eigenen Seele. Daran können auch die schnelleren, energetischeren Momente nichts ändern. So verliert man sich immer mehr in der völligen Trostlosigkeit, die Screams of Suicide auf ihrem Debüt konzentrieren.

Viel Abwechslung wird man bei Screams of Suicide vergeblich suchen. Die Jungs setzten dagegen lieber auf ranzigen Sound, völlige Tristesse und Lethargie sowie monotones Songwriting, das den Hörer spielerisch hypnotisiert. Dreckig als wäre es in einer Höhle aufgenommen kommt die Scheibe daher und sorgt dafür, dass man als Hörer den Rest des Tages keinen positiven Gedanken mehr zustande bringt. Reinhören auf eigene Gefahr.

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