Sacrilegious Rite – De Poetica Tenebris

Sacrilegious Rite - De Poetica Tenebris

Heute mal wieder was kurzes. Die 18-minütige EP „De Poetica Tenebris“ der saarländischen Black Metal-Bastion Sacrilegious Rite kommt mir da gerade recht. Die 2009 gegründete Band hat in erster Linie mit ihren Splits und EPs für Aufmerksamkeit gesorgt, doch erschien 2017 auch das erste und einzige Full-Length der Truppe, die sich Anfang dieses Jahres auflöste. „De Poetica Tenebris“ ist das Nachfolgewerk hierzu, erschien 2019 und beinhaltet zwei Songs + „Intro„.

Besagtes „Intro“ sorgt zunächst mit sanftem Ambient für etwas Stimmung bevor es mit „Arise from Thy Sleep“ so richtig los geht. Auch auf dieser EP spielt die Band schnörkellosen Black/Death Metal. Irgendwo zwischen Okkultismus und klassischem Geholze liefert die Truppe ziemlich ordentlich ab und hat doch einiges zu bieten. Neben klassischem Death Metal-Gerumpel und frostigen Tremolos streut die Band auch immer wieder melodischere Momente ein oder nimmt das Tempo weg um sich auf die schwere, pechschwarze Atmosphäre zu konzentrieren. Das erinnert dann gerne mal leicht an neuere Behemoth ohne den ganzen Bombast und mit deutlich roherer Produktion. Diese Produktion sorgt für eine bedrohliche, dreckige Stimmung, die sich durch die EP hindurch zieht. Das passt natürlich zum Old-School-Charakter der Musik und das Knistern und Kratzen füllt zusätzlich noch etwas den Raum aus. Gesanglich schwankt man gewohnt zwischen bissigem Keifen und brachialen Growls und bietet damit ähnlich wenig Überraschungen wie die Musik. Trotzdem kann die EP komplett überzeugen, denn das Gesamtkonzept fügt sich sehr schön zusammen, die simplen Riffs wechseln oft genug durch um spannend zu bleiben und auch die Atmosphäre weiß zu gefallen.

Wer also mal wieder Bock auf schnökellosen, klassischen Black/Death Metal hat, der wird mit der „De Poetica Tenebris„-EP von Sacrilegious Rite bestens bedient. Sehr solides Songwriting, Old-School-Feeling sowie eine ordentliche Portion okkulter Hintergedanken passen schön zueinander und können so überzeugen. Ob das auf Albumlänge auch so spannend wäre, kann ich so nicht sagen, als kurze EP geht das Zeug aber gut ins Ohr.

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